Wir leben zwar alle in mehr oder weniger urbanen Räumen und glauben, die Natur nur noch in gezähmter Form in unserem unmittelbaren Umfeld zu erleben. Dass dem nicht ganz so ist, zeigen nicht nur von Mardern zerbissene Autokabel sondern leider auch dieses Foto unten.
Denn die Ursache des dort sichtbaren Pflasterschadens sind: Ratten. Kein Scherz.
Es handelt sich natürlich nicht um eine schlecht gepflegte Schrott-Immobilie in einem sozialen Problemviertel sondern um ganz normalen Wohnbestand in mittelstädtischer Randlage.
Nach bisheriger Erkenntnis haben die Biester es tatsächlich geschafft, sich an der Außenwand des Hauses runterzugraben und dann unter den Fundamenten und der Bodenplatte. An der Stelle hier im Foto kommen sie wieder hoch in einer Art Innenhof. Gleich nebenan befindet die Kellertür. Alles klar! Keller, Lager, Vorräte, warm …
Diese Stolperfalle hier muss als Nächstes komplett aufgegraben werden. Dann wird sich ein staatlich geprüfter Schädlingsbekämpfer der Sache annehmen. Mit kiloweise Rattengift. Denn es wird sich sicher nicht nur um ein paar Exemplare handeln. Schließlich wird Mineralbeton zum Einsatz kommen, um die Gänge zumindest auf dieser Seite zu verschließen, und schließlich das Pflaster wieder gerichtet.

Rattenbau unter Bodenplatten
Wir haben seit etwa eineinhalb Jahren eine ähnlich aussehende Stelle ca. 60 x 70 cm groß im Plattenbelag vor unserem Objekt (Baujahr 1972). Schon 3 mal in einem Abstand von jeweils einigen Monaten hatte ich die um bis ca. 1 cm abgesenkten Platten schon entnommen, mit Sand und feinem Kies unterfüllt, manuell verdichtet (3kg) und wieder eingesetzt. Innerhalb von 3 Tagen zeigt sich das Symptom wieder mit knapp 2 cm Absenkung. Im näheren Bereich der Stelle gibt es zwar eine Buchsbaum-Bodendecker-Hecke,, aber man kann nicht sehen, ob im Bodenbereich Zugangslöcher zu einem evtl. Rattennest vorhanden sind.
Gibt es nach Ihrer Erfahrung eineeinfache Möglichkeit, so einen Rattenbau bzw. ein Rattennest nachzuweisen, bevor man eine Menge Geld ausgibt, um ein unnötiges Aufreissen des Plattenbelags und des Erdreichs in einer entsprechenden Tiefe zu einem nicht existierenden Hohlraum zu unterlassen?
Falls Sie uns einen hilfreichen Hinweis geben können, wer da womit weiterhelfen kann, sind wir Ihnen für Ihre Nachricht sehr verbunden!
Mit freundlichen Grüßen
Hans Plocher